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lucid_dream_dragon:kapitel_4

Kapitel 4 - Welch Unschöne Folgerung

Ich öffnete meine Augen. Noch immer war ich müde. Und auf einmal fühlte ich mich ratlos, völlig ratlos. Nur Dunkelheit um mich herum, sah man von dem Tisch vor mir ab. Ich saß an diesem Tisch, gefertigt aus schwarzem Glas und eine bekannte Drachenstatue auf ihr. All das wurde von einer einzigen kleinen Kerze zwischen mir und dem Drachen erleuchtet. Nur eine Statue… Nichts Unnatürliches. Dann schon wieder diese gottverdammten Zweifel! Die Statue begann, sich zu bewegen. Es wippte den Kopf herum, als wäre es gelangweilt oder es würde nachdenken, ich blieb irritiert. Er lächelte, nein, er grinste hinterhältig! Aber sagte nichts. Ich schwor, es hätte etwas zu singen, aber es blieb still. Was ist es? Ich will es wissen! Der Drache lächelte nur noch hinterhältiger. Tückisch… Warum macht er das? Ich weiß, er will reden! Warum tut er das nicht? Was für ein Geheimnis hat es? Ich betrachtete meine Hände. Einfach nur ganz normale Hände mit jeweils fünf fingern. Nichts spezielles. Und nirgends war eine Uhr zu finden, um die Zeit zu abzuschätzen. Die Drachenstatue grinste und nervte noch immer, konnte einfach nicht aufhören mich anzusehen. Für einen Moment flackerten meine Hände. Ich erstaunte. Ein Traum, ein Klartraum, schon wieder?!? Keine Erinnerungen übrig. Ein weiteres Mal besah ich meinen Freund. Was soll ich nun? Das dort werden? Es sprach. Eine leise, flüsternde Stimme . “Du Glücklicher.” Er könnte Recht haben. Eigentlich habe ich keine Ahnung. Aber ich glaub te es soweit, ganz egal, was er sagte. Meine Konzentration wanderte zur Kerze, keine Ahnung aus welchem Grund. Ich hatte vor, etwas zu manipulieren. Also wieso nicht Feuer? Das gesamte Glas zersprang heftig, die Flamme erstarb, als sei sie von Böen aus mehreren Richtungen getroffen und wirklich alles verfiel in eine Dunkelheit.

Wie lange hab ich geschlafen? Der erste Eindruck, den ich hatte, gleich nach dem Aufwachen, seltsam, in der Tat. Wie konnte ich nur schlafen? Wollte ich nicht auf Amy warten? Oder Versorgung? Schätze, ich bin etwas eingenickt, sie kam nie und hier ist nirgendswo etwas Essbares zu finden. Ehrlich gesagt sah ich einfachnicht dergleichen. Aber das Mädchen würde auch nichts hier verstecken wollen und mich suchen lassen, lächerlich! Nein, sie benötigte mehr Zeit. Oder gab es sogar ein Problem?! Ich bin geliefert, sollten ihre Eltern urplötzlich aufkreuzen. Sollten sie dies nicht absolut unnatürlich halten? Ihre Tochter geht für eine Weile spazieren und kommt so schnell nicht wieder? Es sollte bereits Mitternacht sein, oder früher Morgen und sie kehrt wieder Heim. Sie würden sich fragen, was sie wohl getrieben hat, was so wichtig sein mochte. Vielleicht sahen sie sie in diese hölzerne Hütte eintreten und fanden das merkwürdig. E müsste scheiße viel Glück haben, nicht erwischt zu werden. Vielleicht hat sie die letzten Jahre schon nichts anderes veranstaltet. Sie sollte mich unterrichten.

Zu dem Zeitpunkt merkte ich, wie dunkel draußen es draußen noch immer war. Ging sie vor nur wenigen Minuten? Ach verdammt, ich brauch eine Armbanduhr, eine Uhr. War die Letzte von mir nicht defekt?! Egal… Wo ist dieses Balg. Was tut sie. Ich hoffe, sie hat keinen Fehler begangen. Verrat? Nein! Denk nicht an sowas! Sei nicht pessimistisch und verfalle nicht in Panik! Nicht schon wieder, bitte. Ich saß noch auf der Couch. Traurigerweise hatte ich nur zwei Optionen: Wach bleiben und warten oder schlafen. Keine Lust auf Schlaf und keine Geduld für weiteres Warten, ich seufzte. Warum seh ich das eigentlich als seltdame Angewohntheit an? Ich sprang von der Couch. Da war immer noch dieser Plan. Mein Plan B. Mein Entkommen. Ich schätze, ich nannte es 'Entkommen', da ein Leben hier nicht gerade das war, was ich gedachte. Ich bin kein Haustier… Oder so etwas. Sicher, es gab keine Garantie darauf, was sie wirklich wollte. Aber ich bevorzugte es, meinen Instinkten zu folgen. Und sie schrien danach, zu verschwinden. Sofort!!! Ich war verwirrt. Gehen? Bleiben? Ich entschied mich, ihr noch eine Chance zu geben. Sollte sie in Kürze noch auftauchen, werde ich wohl nicht gehen. Vielleicht fünf Minuten…

Genau, da gab es noch dieses kleine Fenster. Wie ich darauf nur immer so spät komme… Einen kurzen Blick werfen? Warum eigentlich nicht?! Ich war nicht optimistisch. Sie exakt in diesem Augenblick zu sehen, war unrealistisch, dachte ich. Es gab ja sonst nichts zu verlieren. Ich sah hinaus. Ich sah sie… Amy stand nicht weit von der Hütte entfernt. Sie war nicht allein, nein, sie hatte eine leise Diskussion mit drei weiteren Typen. Sah ich richtig? Mein Magen begann zu rebellieren. Das konnte nicht sein! Schnell setzte ich mich, preste meinen Körper gegen die Wand. Und versuchte, nicht die Beherrschung zu verlieren. Dazu atmete ich vorsichtig. Wer sind sie? Was wird sie mir sagen? Alles eine Lüge. Denke nur, was sie mir mitteilen könnte. Aber eines war klar. Plan B ist gescheitert, strikt! Sie alle würden mich entdecken, würde ich versuchen, zu fliehen. Selbst Amy's schöne Schutzdecke wäre keine Hilfe.

Amy öffnete die Tür. Ich schrak auf, das war natürlich, denke man nur an die Situation. Die ersten Worte des Mädchens sind jetzt wichtig. Ich schätze, sie hat sie dieses Mal mit Bedacht gewählt. Sie sah müde aus, verausgabt. Mitgenommen, irgendwie. Bitte, nicht! Ich grollte, es wäre besser, sie bliebe fern von mir. Besser für beide von uns. Aber so dachte sie nicht. Sie ignorierte langsam in meine Richtung, ihre Rechte auf mich gerichtet. “Ruhig, beruhige dich einfach”flüsterte sie. Das tat ich nicht. Die Sache war faul, das roch ich. Dann hielt sie an, schüttelte leicht den Kopf. Sie fing sogar an, zu weinen. “Es tut mir so leid… Wirklich!” Immer noch wispernd. Ich sah es kommen. Dieses Mädchen hat es wirklich getan! Kein Mitleid! Ich stand auf, schneller, als sie folgen konnte, grollte noch aggressiver. Amy fiel auf den Grund, sie war wie gelähmt, Lag vor mir, voller Angst. Ich sagte nur ein Wort. Das letzte Wort “Warum???” Es überraschte sie, doch die Antwort musste warten. 'Sie' kamen bereits. Ich war jedoch schneller, sprang über das Mädchen und rannte zur Tür. Der erste bewaffnete Bastard trat genau im richtigen Moment ein. Ich rammte ihn gegen die nächste Wand, entnahm ihm seine Waffe und schlug die Stütze gegen seinen Schädel. Ausgeschaltet. Und er war nicht mehr bewaffnet. Stattdessen war ich es nun. Zwei Bastarde übrig. Oder mehr? Das Innere des Schuppens war fast komplett dunkel, sie konnten mich nicht sehen und hatten keine Nachtsicht. Narren! Aber sie hatten Waffen.

Mit Hass sah ich auf Amy herab, Sie weinte noch. Kein Mitleid? Also hielt ich meine Waffe an ihren Kopf, grollte wieder. “Nein! Ich bereue, was ich getan habe!” Sie verdiente das. Ich hatte keine andere Wahl!

“Steh auf, sofort!” Sie war überrascht. Wann würde sie es mal nicht sein?! Ich schnappte mir ihren Arm und zog sie hoch, die Waffe noch immer an ihren Kopf haltend. “Und jetzt folge mir, kein Aber!” Sie gehorchte. Gut, so weit. Wir passierten die Tür. Die anderen zwei Bewaffneten erwarteten uns bereits. Immerhin warteten sie. “Sie ist meine Geisel! Haut ab und lasst mich gehen. Ich würde es hassen, mich wiederholen zu müssen.” Sie bewegten sich nicht. Nichts deutete auf einen Rückzug hin. Warum gehen sie nicht?! Sind sie alle so rücksichtslos, lassen sie hier sterben,nur wegen mir? Das ist nicht fair! Einmal in einer solchen Misere angekommen versage ich. Noch ein Versuch. Es muss einen Ausweg geben! Bleib dran! “Verschwindet, oder ich kann für ihr Überleben nicht garantieren!” Sie wollten nicht hören. Das ist ein Albtraum. Meine letzte Chance und alles umsonst. Irgendwie muss es doch einen Weg geben! “Ich schick sie zur Hölle, hört ihr?” Gleich nachdem ich das sagte, eröffnete einer von ihnen das Feuer. Ein Schuss und Amy schnappte nach Luft. Sie weinte nicht. Sie schrie nicht. Alles was sie tat war, auf den Boden zu sinken. Bewusstlos, oder sogar leblos… Ich verzweifelte. Das war völlig falsch. Sie soll leben. Sie starb wegen mir. Das arme Mädchen verlor ihr Leben, während sie mir nur helfen wollte. Was lief nur so schief? Was??? Ein zweiter Schuss. Ein zweiter Treffer. Durchschlug meinen Bauch. Ich fühlte es, nicht klar, aber ich fühlte es. Seltsam. War das Schmerz? War das der Schock? Das ist nicht fair! Ich will einfach nur leben! Ich träumte, ich experimentierte. Und das verdiene ich nun? Schicksal… Was für ein Albtraum… Ich schwächelte, fiel auf die Knie. Diese verdammten Bastarde kamen näher. Ihre Gewehre noch immer auf mich gerichtet. Ist es das, was sie wollten? Sie wollten mich tot sehen. Sie sahen in mir eine Gefahr. Ich wusste das. Ein zu hohes Risiko, um mich am Leben zu lassen. Natürlich nicht akzeptabel. Die Welt um mich färbte sich eine Nuance tiefer. Ein schreckliches, düsteres Grau. Keine Kraft mehr, um fortzufahren. Game Over. Nur die Toleranz, ihre Arbeit vollenden zu lassen. Gut… Derjenige, der das Mädchen erschoss, zielte nun auf meinen Kopf.Ich lächelte. Er tut, was ich ihr antat. Ich sah sie an, aber konnte den Blick nicht weiter ertragen. Besser, sie machen es schnell. Ich begann sogar, alles pechschwarz zu sehen. Was für ein Albtraum… Dann schoss er!

lucid_dream_dragon/kapitel_4.txt · Last modified: 2013/08/27 14:54 by Vehementis ea Veritas