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Kurze Geschichte

von Lord Nelson

Es war einer der düsteren Tage, die schon zur Normalität gehörten, als mich das sanfte Bimmeln des Weckers aus dem Bett holte. Ein weiterer sinnloser Tag in meinem Leben. Den ich damit verbrachte: Aufzustehen, mich anzuziehen, dann sechs Stunden in der Schule rum zu hocken und nichts zu tun, und am Ende des Tages festzustellen, dass es doch wieder ein sinnloser Tag war. Dies dauerte nun schon fast ein ganzes Jahr an, in dem Gedanken zu sein, dass ich nie wieder fröhlich sein könnte, fing ich langsam an zu glauben, dass ich nur noch ein Holzstück war, das von der Strömung des Flusses mitgetrieben wurde. Jeden Tag das gleiche zu machen, ohne ein bisschen Abwechslung im Leben, lässt man meinen. Dass man nichts mehr wert ist. Vor circa einem Monat begannen dann allmählich die Kopfschmerzen, die mich Tag für Tag über mehrere Wochen hinweg verfolgten. Man hätte während dieser Phase meinen können, dass man gleich explodieren könnte, aber irgendwie hatte man doch jeden Tag irgendwie herum bekommen, ohne jegliche Abwechslung. Ich kann mich noch daran erinnern, wie mich einst ein Mädchen vor kurzer Zeit ansprach und fragte, ob alles in Ordnung sei, da sagte ich ihr: dass es mir gut ginge. Und dass es keinen Grund zur Sorge gibt. Sie fragte auch, ob das stimmte, und ich entgegnete ihr mit einem verzweifelten Blick: Ja, es stimmt, bitte mach dir keine Sorgen um mich, ich bin doch sowieso nur noch leer und wertlos. Worauf sie sagte, du bist dumm, und verschwand, auf nimmer Wiedersehen. Langsam glaube ich, dass ich dazu immer bestimmt worden war, alleine zu sein. Ich glaube auch mittlerweile daran, Gene zu haben, die das begünstigen. Nun, denn begeben wir uns wieder zur Geschichte, ich werde abschweifend. Das ist bei mir manchmal so. Ein neuer Tag hatte begonnen, wieder ein sinnloser Schultag mit Kopfschmerzen, der viel zu langsam vorüber ging. Ich setzte mich vor meinen PC und dachte mir, man könnte sich ja in einem Forum anmelden. Ich hatte es schon seit längerem mal vorgehabt. Da ich begeisterter Temeraire-Leser war, hatte ich prompt im Internet nach Temeraire gesucht, und auch das passende Forum für mich gefunden, anfangs war ich etwas skeptisch, und ich muss zugeben, dass ich auch etwas Angst hatte, wieder und wieder gemobbt zu werden und nicht richtig aufgenommen zu werden. Doch alles hat sich zum Gegenteil entwickelt, und heute bin ich relativ froh darüber, dass ich nun schon mittlerweile seit einem Jahr bei euch sein darf. Und hoffe auch nicht so übermäßig zu stören. Und dafür, dass ihr immer so nett seid, wollte ich mich dafür bedanken, da ich aber nicht weiß wie ich das machen soll, denn was ihr für mich getan habt, das kann man nicht wieder gut machen. Ich wollte einfach mal eine kleine Geschichte dazu schreiben, um meinen Dank auszudrücken, denn ich weiß immer noch nicht, wie ich das anstellen soll. Ich hoffe, ihr fasst die Geschichte jetzt nicht falsch auf oder so.

kurze_geschichte.txt · Last modified: 2014/06/23 16:14 by Terminator