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divinities_hunter:2

2. Alles hat seinen Ursprung

„Konzentriere dich, halte immer Abstand zu deinem Gegner und nutze jede mögliche Lucke, die sich dir bietet.“ Diese klare Stimme kam von der Tribüne einer Landarena. Ein vom äußerlichen schon etwas ältere Mann trug stand dort. Er trug eine weiß-glänzende Rüstung und ein Langschwert auf seinem Rücken. Auch dieses war weiß-glänzend und mit blauen Edelsteinen verziert. Ein Zeichen des Verdienstes. Wieder rief der Mann „Achte auf seine Stoßzähne, diese können dir gefährlich werden.“ Er rief das einem jungen Jäger zu. Sein Name war Valentis. Er stand einem ziemlich aggressiven Bullfango, wildschwein artige Monster, gegenüber. In seiner Hand führte er ein altes Übungsschwert und ein Holzschild. Kaum hatte der Mann zu ende gesprochen, rannte der Bullfango auch schon auf Valentis zu. Nur mit Not konnte Valentis diesen doch überraschenden Angriff ausweichen. „Pfuu, war das knapp.“ dachte sich Valentis. Er merkte jedoch nicht, dass er dadurch die Chance eines Gegenangriffes verpasste. Als er das merkte, ärgerte er sich innerlich. Er machte einen kurzen Blick Richtung Tribüne, der Mann aber lies sich nichts von Ärger anmerken. Jetzt konzentrierte er sich wieder auf den Bullfango. Dieses Mal war er vorbereitet. Als der Bullfango erneut auf ihm zu rannte, schlug er dem Bullfango das Schild auf seinem Kopf und stich mehrmals mit seinem Schwert zu. Das freute Valentis „Das hat gesessen“, er wusste, jetzt muss nur noch der Todeshieb sitzen. Jedoch hatte er nicht damit gerechnet, dass der Bullfango dadurch nur noch Blind auf ihm stürmte. Einem Angriff nach dem anderen wich Valentis aus, ohne die Chance zu haben, etwas zu unternehmen. „Die größte Stärke deines Gegners kann auch immer seine größte Schwäche sein.“ Der Mann auf der Tribüne ließ sich nach wie vor nicht aus der Ruhe bringen, er glaubte daran, dass Valentis das schafft. Valentis brauchte nicht lange, um zu verstehen, was er machen musste. Er lockte den immer noch wütenden Bullfango mehr und mehr Richtung Wand. Als er einen gewissen Sicherheitsabstand zwischen sich und den Bullfango hatte, provozierte er den Bullfango. Der Bullfango ließ sich das nicht lange gefallen und stürmte auf Valentis los. Im letzten Moment wich Valentis aus, so dass der Bullfango gegen die Wand rannte und kurz das Gleichgewicht verlor. Das nützte Valentis aus, um dem Bullfango den Todesstoß zu verpassen. „Endlich geschafft.“ Valentis musste sich jetzt einmal die Schweißtropfen vom Gesicht wischen. „Das ging ja nochmal gut.“ Valentis wollte sich kurz hinsetzen, als plötzlich eine Hand auf seinen Schultern landete. „Gut gemacht Valentis, ich wusste, du schaffst das“ der Mann schaute ihm mit funkelnden Augen an. Diesen Blick hatte er schon seit ihrer ersten Begegnung. „Vielleicht hat er diesen Blick immer.“ Dachte sich kurz Valentis bevor er antwortete. „Dankeschön, Meister Ignia.“ Valentis machte eine leichte Verbeugung, blieb aber ihm Blickkontakt. Bevor jedoch Meister Ignia etwas sagen konnte, rannte eine ziemlich aufgebrachte Felyne, katzenähnliche Gestalten, Richtung Ignia. Es war ein Felyne Botschafter. „Meister Ignia sagt, dass wenn ein Felyne Botschafter so aufgebracht zu ihm kommt, sind es nie gute Nachrichten.“ Bevor Valentis weiter darüber grübeln konnte, fing der Felyne Botschafter schon zu sprechen an. „Meister…Ignia…Valentis…Gildenmeister….sprechen..wollen.“ Man merkte, wie eilig Sie es hat. Kaum einmal durchgeatmet, rannte der Felyne Botschafter schon wieder zurück in die Gildenhalle rannte. „Du hast ihm gehört Valentis, der Gildenmeister will mit uns sprechen, dass klingt ernst, wir sollten ihm daher nicht warten lassen.“ Valentis nickte nur. Er wusste, es ging hier bei um etwas Ernstes. Aber was will man überhaupt von einem Neuling, der Probleme hat, einen Bullfango zu Erlegen. Anderseits ist Meister Ignia dabei, was ihm wieder Mut machte. Er war der gefragteste Jäger dieser Welt, hat schon alles erlegt, was es zum Erlegen gibt. Im wurde wieder besser, solange Meister Ignia bei ihm ist, wird ihm nichts passieren.

Vor der Gildenhalle standen zwei Gildenjäger, beide Kräftiger gebaut als Valentis. Man sah auch an ihren Rüstungen, dass sie viel Erfahrung haben. Als sie dort ankamen sprach einer der beiden Sie gleich an. „Meister Ignia, es ist mir eine Ehre, der Gildenmeister erwartet Sie schon. Jedoch will er Sie zuerst alleine sprechen, deshalb bitte ich, dass Valentis da weil draußen wartet.“ „Ist das für dich ein Problem?“ fragte Meister Ignia „Nein.“ Antwortete Valentis Darauf ging Ignia mit den Gildenjäger hinein, während sich Valentis eine Sitzmöglichkeit sucht. Es dauert auch nicht lange, als einer der beiden Gildenjäger zurückkam. Er ging auf Valentis zu „Der Gildenmeister will nun dich sprechen.“ Valentis stand sofort auf und folgte dem Gildenjäger. Drinnen war es ruhig, alle standen mit ernstem Gesicht vor dem Gildenmeister. Als Valentis von allen Wahrgenommen wurde, starrten ihm alle ernst an. Er fragte sich kurz, was er getan hat, weil im alle so anschauten. Plötzlich fing der Gildenmeister an zu reden. „Sei gegrüßt Valentis, ich bin Gildenmeister Magnus. Du wirst dich sicher fragen, was du hier machst. Es ist ganz einfach zum erklären aber nicht einfach zu verstehen. Hast du schon mal vom Dorf Moga gehört?“ „Mir kommt dieser Name bekannt vor“ antwortete Valentis. „Das würde mich nicht wundern, ist das Dorf Moga in unzähligen Geschichten namentlich enthalten. Aber wir sind nicht hier, um uns Geschichten zu erzählen. Wir sind hier, um etwas nachzugehen. Uns wurde berichtet, dass es in letzter Zeit dort immer häufiger zu schweren Erdbeben gekommen ist. Uns hat der Chef, gleichzeitig ein guter Freund von mir, gebeten, einen Jäger hinzuschicken, der sich um dieses Problem kümmern soll. Um es kurz zu machen, wir wollen dich dort hinschicken“ „Mich?“ Valentis ist verblüfft, er hatte mit sowas am wenigsten gerechnet. „Ja dich. Du hast für einen Neuling unglaubliche Jagdfähigkeiten, dass wird sich dort als nützlich erweisen.“ Der Gildenmeister ist überzeugt, dass er der richtige dafür ist. „Valentis“ Ignia fing an zu sprechen „du wirst diese Reise aber ohne mich antreten müssen. Es ist nicht nur Moga, allgemein hat sich vieles geändert. Diesem müssen wir auf die Spur gehen. Ich hoffe, du kannst das verstehen.“ Valentis wollte eigentlich darauf antworten, blieb aber stumm. Er wusste, dass es kein „Nein“ geben kann, alle hier zählten auf ihm, und das, obwohl er nur ein Neuling ist. „Ich werde diese Reise antreten“ sagte Valentis schließlich. „Ausgezeichnet, dann eh deine Sachen packen, es geht heute schon los“ Optimismus war dem Gildenmeister ins Gesicht geschrieben. Valentis nickte und verließ die Gildenhalle. Er wusste, ab jetzt ist alles möglich.

Zuhause angekommen packte er alles, was er brauchte in seinen großen Rucksack. Er hatte nicht sonderlich viel Zenny, gerade mal 1500z. „Das reicht gerade mal für eine neue Rüstung oder eine neue Waffe.“ Dachte sich Valentis, als es an der Tür klopfte. Als er aufmachte, stand Meister Ignia mit einer großen Box vor ihm. „Valentis, dass ist für dich.“ Ignia sieht ihm wieder mit funkelnden Augen an. „Was ist da drinnen?“ fragte Valentis. „Ich dachte mir, bei deinem Gehalt bräuchtest du doch ein paar Ausrüstungsgegenstände“ Ignia lächelte leicht. „Es befindet sich eine Lederrüstung und verschiedenste Eisenwaffen da drinnen.“ „Danke Meister Ignia.“ Valentis freute sich riesig über dieses Geschenk. „Valentis, du hast viel gelernt. Ein Bullfango zu erlegen hört sich leicht an, jedoch muss man sowas auch erst schaffen. Du musst nur die Schwächen ausnutzen, die Lücken finden, dann schaffst du auch die ganz großen Monster. Ich kann dir technisch nichts mehr beibringen, Jagen musst du selbst lernen.“ Mit diesen Worten drehte sich Ignia um und ging Richtung Tür. Kurz davor blieb er nochmal stehen. „Valentis, ich hoffe, wir sehen uns nochmal.“ Ignia verließ das Haus.

divinities_hunter/2.txt · Last modified: 2014/01/03 01:46 by Inzaghi