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die_sagen_von_zezhuanthia:kapitel_10

Kapitel 10: In der Finsternis…

Kühler Wind pfiff mir um die Ohren. Die Mittagssonne stand senkrecht am Himmel und wärmte meine schuppige Haut. Unter mir zog die bergige Landschaft vorbei während ich gen Osten flog. Hin und wieder sah man Dörfer und kleine Städte, welche die Täler des Gebirges mit Leben erfüllten. Menschen schauten interessiert zu mir hinauf, wilde Tiere versteckten sich in den Wäldern und Vögel machten einen hohen Bogen um meine Flugroute. Es war herrlich, ich genoss jede Sekunde und vergaß die Strapazen der letzten Monate. Mir schwirrten wieder die schönsten Melodien im Kopf herum… „Indigo?“ Für einen Moment hatte ich sogar vergessen, dass Tira auf meinem Rücken saß. „Ja, meine Herrin?“ „Oh… Indigo, du brauchst mich nicht ‚Herrin‘ zu nennen. Nenn mich einfach Tira. Wir sind doch Freunde.“ Freunde? Dieses Wort verunsicherte mich wirklich. Kanska hatte mir beigebracht, wie ich mich gegenüber Adligen und fremden Leuten verhalten soll aber der Umgang mit Freunden war mir vollkommen fremd. Ich drehte meinen Kopf und sah ihr ins Gesicht. „Freunde? Wir… Wir sind Freunde?“ Tira machte ein Gesicht, als hätte ich sie gefragt, welche Farbe der Himmel habe, dann kicherte sie. „Ja, natürlich. In meiner Heimat behandeln wir alle Drachen wie Freunde. Wir sind nicht so herzlos, wie die Iklissier.“ Sie streichelte mir über die Schulter. „Ein Drache wie du sollte nicht wie ein Hund behandelt werden. Das sollte keiner…“ „Meine Herrin… oh, ich meine Tira. Ich hatte bisher noch keine Freunde…“ Oder…? Sie wirkte etwas wehleidig, für ein paar Sekunden. Kurz darauf lächelte sie wieder. „Dann wirst du dich wohl daran gewöhnen müssen.“ Als sich die Sonne neigte und langsam hinter dem Horizont verschwand, machten wir Rast auf einer Lichtung. Ich machte es mir auf dem sandigen Boden gemütlich und Tira bereitete ein Lagerfeuer vor. „Kannst du Feuer speien, Indigo?“ Während meiner Ausbildung hatte ich es mal probiert und gemerkt, dass ich dazu nicht in der Lage war. „Nein, tut mir Leid.“ „Ach, ist nicht so schlimm.“ Sie zog einen goldenen Ring aus der Tasche an ihren Gürtel. Ein bernsteinähnlicher Edelstein, der im Inneren rot pulsierte, war in dem Ring eingefasst. Sie schlug den Ring leicht gegen einen der Steine, die sie um die Feuerstelle herum verteilt hatte und die Äste fingen Feuer. Dann hielt sie den Ring in meine Richtung. „Der oberste Magier unseres Dorfes ist sehr begabt, was verzauberten Schmuck angeht.“ Dann steckte sie den Ring wieder weg. „Das ist durchaus ein sehr nützliches Handwerk…“ Ich kam nicht dazu, auszureden. Tira begann auf einmal zu strahlen und sah mich interessiert an. „Hey, Indigo. Mir ist gerade wieder eingefallen, dass dein Ausbilder… Kanska erwähnte, du seist musikalisch sehr begabt. Stimmt das?“ „Ich… ja. Ich kann singen.“ „Bei den Geistern, das ist ja wundervoll! Bitte sing mir was vor!“ Sie nahm mir gegenüber am Lagerfeuer Platz und sah mich an wie ein Geburtstagskind. „Oh, okay. Ich weiß auch schon einen guten Song. Er heißt Skalds and Shadows… Would you believe in a night like this? A night like this when visions come true. Would you believe in a tale like this? A lay of bliss. We're praising the old lore. Come to the blazing fire and see me in the Shadows. See me in the Shadows. Songs I will sing of runes and rings. Just hand me my harp and this night turns into myth. Nothing seems real, you soon will feel. The World we live in is another skald's dream in the shadows. Dream in the shadows.“ Tira begann wild zu applaudieren und strahlte noch mehr als sonst. Ich sang den Song zu Ende und fuhr auf Bitten von ihr mit ein paar weiteren Songs fort. Anschließend aßen wir gebratene Wildtiere, die wir uns vorsorglich während der Reise gefangen hatten und legten uns schlafen. Ich erwachte mitten in der Nacht. Es war ruhig und finster, das Lagerfeuer war längst erloschen. Keine Sterne am Himmel, es war bewölkt. Ich brauchte ein paar Sekunden um meine Augen an die Dunkelheit zu gewöhnen doch Tira fand ich trotz langen Suchens nicht. Es knackte, ein zerbrechender Ast. „Tira?“ Eine Person trat zögernd hinter einem Baum hervor. Es war nicht sie sondern ein Mann in einer abgenutzten Lederrüstung. „Dein Herr ist wohl nicht da…“ „Wer sind Sie? Und wo ist Tira?“ Er gab keine Antwort. Stattdessen wickelte sich plötzlich eine Peitsche um meinen Hals. Ich fuhr herum und sah, dass weitere Männer in Lederrüstungen zum Vorschein kamen. Es waren insgesamt 4, einer davon hielt die Peitsche. Ein lähmender Schmerz breitete sich in meinem Körper aus und ließ mich auf der Stelle zu Boden sinken. „Was… soll das? Mistkerle…!“ Die Männer lachten und umkreisten mich. Der Größte von ihnen, welcher bestimmt der Anführer der Bande war, stellte sich vor meine Schnauze. „Du gehörst jetzt uns! Ein Schakri… heute ist unser Glückstag.“ Er drehte sich zu seinen Kameraden um und rief ihnen zu. „Findet seinen Herrn und tötet ihn!“ Ich versuchte mich zu wehren aber mein gesamter Körper fühlte sich taub an. „Nein…! Tira…“ Es raschelte leise, irgendwo in den Bäumen. Aus dem Augenwinkel konnte ich etwas aufblitzen sehn. Ein Schatten sauste nieder und einer der Männer der gerade gehen wollte blieb abrupt stehen, die Stille des Waldes wurde vom einem Geräusch unterbrochen, was sich wie ein Schnitt durch Fleisch anhörte. Dann teilte sich der Mann genau in der Mitte und beide Körperhälften vielen zu beiden Seiten auseinander. Der Schatten, der vor ihm stand war nun fast komplett mit Blut bedeckt. Es war Tira und der Ausdruck auf ihrem Gesicht machte mir Angst. „Lasst ihn los! Sofort!“ Ihre Stimme hatte nun nichts Jugendliches mehr. „Tötet sie!“ schrie der Banditenanführer und zog sein Schwert, genau wie seine Kameraden. Der erste Mann der auf sie zu rannte, verlor seinen Kopf bevor sein Hieb traf und er fiel an ihr vorbei zu Boden. Dem Peitschenträger warf sie ein Kurzschwert zwischen die Augen, welches mit einer langen Kette an ihrem Gürtel befestigt war. Mit einer fließenden, geradezu tänzerischen Bewegung legte sie die Kette wie eine Schlinge um den Hals des Banditenanführers und zog daran. Der Mann ließ sein Schwert fallen und versuchte sich aus dem Würgegriff der Kette zu befreien. Währenddessen kam sie näher, hielt die Kette aber stets gespannt, was es ihm unmöglich machte, sich von der Stelle zu bewegen. Als sie in seiner Nähe stand trat sie ihm gegen das Kinn, was ihm deutlich hörbar das Genick brach. Der gesamte Kampf hatte nicht einmal eine Minute gedauert… Ich konnte mich noch immer nicht bewegen. „Tira…“ „Nur die Ruhe, Indigo!“ Sie löste die Peitsche von meinem Hals. Erst jetzt sah ich die Stacheln, die daran befestigt waren. Tira rieb einen Finger daran und leckte an ihrem Finger, spuckte jedoch sofort auf den Boden. „Kupferfarn-Wurzel. Keine Sorge, das Gift ist nicht tödlich aber es lähmt die Muskeln.“ Sie kramte in ihrem Rucksack, holte ein Fläschchen mit einer klaren Flüssigkeit hervor und öffnete es. „Trink das. Es neutralisiert die lähmende Wirkung des Giftes.“ Ich tat wie sie sagte. Die Paralyse ließ langsam nach. „Tira… Ich hatte Angst, dass sie dir was antun.“ Sie fing wieder an zu lächeln, was mit dem ganzen Blut im Gesicht etwas seltsam aussah. „Keine Sorge, Indigo. Ich passe auf mich auf… und auf dich ebenso.“ Ihre Stimme hatte wieder den jugendlichen Charme, den ich so sehr an ihr mochte. Wir verlegten unser Lager an einen Bach in der Nähe. Tira wusch sich das Blut von Kleidung und Körper während ich mich ausruhte. Dann legte sich Tira an meinen Hals. „Ich werde immer auf dich aufpassen, Indigo. Das verspreche ich.“ „Ist das nicht eigentlich meine Aufgabe?“ Sie antwortete nicht, sondern lächelte nur. Wer hätte das gedacht. Tira kann besser auf sich selbst aufpassen als ich das könnte…

Die nächsten Tage verliefen ohne Zwischenfälle. Wir überquerten die Gebirge von Zaneunisal di Ikliss und nach einer Woche wurden die Wälder zunehmend dichter und die Bäume selbst deutlich größer. Soweit das Auge reichen konnte ersteckte sich vor uns ein Urwald von unvorstellbarem Ausmaß. Das sind also die Sjach Caesini, auch bekannt als Schattenwälder. Tira erzählte mir, dass die Wälder hier so dicht seien, dass kaum Sonnenlicht den Erdboden erreicht und somit im Großteil des Landes ständig Dunkelheit herrscht. Es wird gesagt, dass Menschen, die in die Schattenwälder kamen und sich dort für längere Zeit angesiedelt haben, erblindeten sobald sie die Wälder wieder verließen. Ob das stimmt, weiß man nicht genau, da sich Menschen oder andere Rassen außer Nachtelfen, die Schattenwälder eher meiden. Gelegentlich reisen Händler oder Vagabunden in die Schattenwälder, bleiben aber nie allzu lange. Die Sjach Caesini bergen viele unbekannte Gefahren. Wesen, von denen man sagt, sie können es sogar mit ausgewachsenen Drachen aufnehmen. Ruinen aus Urzeiten, in denen schon hunderte von abenteuerlustigen Nachtelfen verschollen sind. Die Sjach Caesini gehören zu den geheimnisvollsten Gebieten von Zezhuanthia. Die nächsten zwei Nächte übernachteten wir auf Berggipfeln, die aus dem Urwald herausragten. Zum Landen, gab es zu wenige Lichtungen. „Es gibt ungefähr ein Dutzend Stämme, die hier in den Sjach Caesini leben. In den Siedlungen ist es am sichersten und dort kann man auch am besten landen. Es ist nicht mehr weit bis zum Stamm, dem ich angehöre.“ Ich sah mich während des Fluges ständig um, fand aber bis auf ein paar Felsen, nicht viel, was eine ausreichende Orientierung in dieser Gegend verspräche. „Bis ich mich hier zurechtfinde, brauch ich bestimmt Jahre…“ Noch am selben Tag erreichten wir unser Ziel. Am Horizont ragte ein Felsen aus dem Urwald, auf dessen Oberfläche ein Symbol mit schwarzer Farbe gezeichnet war. Ein sichelförmiger Mond über einem Berg. „Das ist das Symbol unseres Stammes. Die Farbe enthält Kristalle, die das Sonnenlicht speichern und bei Nacht ausstrahlen.“ Tira deutete auf eine Stelle im Wald wo offensichtlich ein Baum fehlte. „Dort musst du landen. Unser Dorf ist ganz in der Nähe.“ Der Landeplatz war nichts weiter als ein Baumstumpf, der einen Durchmesser von mindestens 50 Metern haben musste und am Rande mit Fackeln ausgeleuchtet war. Es waren keine Fackeln im herkömmlichen Sinne, sondern lange, dunkle Holzstäbe an deren Enden hellblaue Leuchtkristalle befestigt waren. Man konnte sie eher als Straßenlaternen bezeichnen. Bis auf die Lichtung war es im Wald, wie gesagt, stockfinster. Eine der Wurzeln, die vom Baumstumpf ausging, führte wie ein Pfad zum Erdboden des Waldes und war mithilfe der genannten Straßenlaternen, die entlang des Pfades links und rechts angeordnet waren, hell erleuchtet. Am Boden setzte sich die Allee aus Lichtern in der Dunkelheit des Waldes fort. „Von hier aus ist es nicht mehr weit. Folge mir, Indigo.“ Tira ging voran und zeigte mir den Weg, was aufgrund der eindeutigen Wegrichtung nicht notwendig gewesen wäre. Ich hätte mich nur ungern im Wald verlaufen. Während wir dem Pfad folgten fielen mir in der Umgebung die unterschiedlichsten Pflanzen und Tiere auf. Insekten, die leuchteten oder so groß wie Hunde waren, Fluoreszierende Pilze in verschiedenen Farben, pechschwarze Blumen und Farne… und das war nur das, was man in unmittelbarer Nähe des Wegrandes sehen konnte. In der Finsternis gab es noch mehr, viel mehr… Nach 5 Minuten Fußweg sah ich es. Ein grelles Licht am Ende des Pfades, fast so wie Sonnenlicht, aber anders. Es war so hell, dass ich nur schemenhaft die Silhouetten der gigantischen Bäume vor mir sehn konnte. „Willkommen zuhause!“ Sagte Tira, als wir das Dorf erreichten. Meine Augen gewöhnten sich schnell an die Helligkeit und was ich sah verschlug mir den Atem. Das war kein einfaches Dorf, das war… eine vollkommen andere Welt. Ein großes Gebiet mit einem dieser riesigen Bäume im Zentrum. Überall standen Hütten, aus verschiedenen, dunklen Holzsorten gefertigt und reichlich verziert mit Farben, Federn, Edelsteinen und so weiter. Sogar in den Ästen der umstehenden Bäume waren Hütten, im Laub versteckt und durch Hängebrücken miteinander verbunden. Auf den Straßen gingen dutzende von Nachtelfen ihren alltäglichen Beschäftigungen nach. Händler, Jäger, sogar Schmiede, die Schmuck, Werkzeuge und Schwerter herstellten. Fast Alle trugen Kleidung aus Fellen und Leder. Manche Frauen trugen Kleider, die aus blauen oder schwarzen Stoffen geschneidert waren. Kristallene Laternen an jedem Haus und an jeder Hängebrücke, die größten Leuchtkristalle hingen unterhalb der Krone des zentral gelegen Mammutbaumes und erzeugten ein Zusammenspiel von Licht, das die Sonne selbst vollkommen überflüssig machte, wenn sie denn je durch das dichte Laubwerk käme. Der zentrale Baum selbst schien ebenfalls ein Gebäude zu sein, angesichts der kunstvoll verzierten Eingänge und Fenster, welche mehrere Etagen vom Erdgeschoss bis in die Baumkrone andeuteten. „Beeindruckend, nicht wahr, Indigo?“ Beeindruckend? Das war nicht das richtige Wort. „Ich… Ich weiß nicht… was ich sagen soll? So einen fantastischen Ort hatte ich nicht erwartet… Es ist traumhaft.“ Ich schaute mich weiterhin begeistert um und staunte über jedes Detail dieser wunderschönen Ortschaft. Tira blieb stehen und drehte sich um. Das Lächeln auf ihrem Gesicht hatte bei diesem Licht einen noch schöneren Ausdruck als bisher. Es berührte mein Herz. „Fühl dich ganz wie zuhause. Komm, ich stell dich den anderen Drachen vor.“ Sie rannte los und grüßte im Vorbeigehen ein paar Nachtelfen, die ihr mit einem Lächeln zuwinkten und anschließend einen interessierten Blick auf mich warfen. Ich hatte allerdings keine Zeit mich den Damen und Herren vorzustellen, da ich mit Tira mithalten musste. Am anderen Ende des Dorfes befand sich eine Art Gehege, erkennbar an dem niedrigen Zaun aus Ästen, welcher zusätzlich mit Tierknochen und Federn dekoriert war. Das Gehege war groß und der Boden darin mit geschnittenem Gras bedeckt. Drei… nein, vier Drachen lagen dort. Der auffälligste von Allen war ein riesiger schwarz-blau gestreifter Drache mit einem seltsamen Schmuck aus blauen Federn und bunten Edelsteinen auf dem Kopf und um den Hals. Außerdem waren seine geweihähnlichen schwarzen Hörner sehr auffällig. Er schlief gerade. Neben ihm verspeiste ein pechschwarzer Drache mit leuchtend roten Augen ein Wildschwein. Er war ungefähr doppelt so groß wie ich, mindestens, aber er hatte keine Hörner. Die anderen beiden Drachen waren auch nicht wesentlich kleiner, als der schwarze Drache. Rechts von mir schlief ein Weibchen mit kupfernen Schuppen, die im Licht der Kristalle violett schimmerten. Neben ihr ein Männchen mit kastanienbraunen Schuppen, welche auf der Bauchseite heller waren. Er hatte gedrehte sandfarbene Hörner und seine Eckzähne im Unterkiefer ragten auch bei geschlossenem Maul etwas hervor. Der schwarze Drache hörte beim Anblick von Tira sofort auf zu fressen und stand auf und lächelte. „Tira! Ihr seid zurück. Es ist schön euch wiederzusehn.“ Die anderen Drachen erwachten und begrüßten Tira ebenfalls, nur nicht so formell. Der riesige Drache mit dem Kopfschmuck erhob sich und wandte sich ihr zu. Jetzt konnte ich sehen wie riesig er wer war, mindestens das Fünffache von meiner Größe. „Moin! Weiß dein Vater schon, dass du wieder da bist.“ „Oh, stimmt. Ich werde ihm sofort Bescheid sagen. Indigo, du kannst dich schonmal mit deinen neuen Freunden bekanntmachen.“ Dann rannte sie wieder los. Ich wandte mich wieder den anderen Drachen zu, die mich etwas überrascht anstarrten. „Du bist neu hier?“ fragte der kastanienbraune Drache, er hatte bernsteinfarbene Augen. „Oh, nun. Mein Name ist Indigo. Lady Tiranevara ist meine Herrin.“ Alle sahen auf einmal sehr verwirrt aus. „Du? Du und Tira…?“ fragte das Drachenweibchen skeptisch und musterte meine Brustplatte mit ihren goldenen Augen. Ich sollte langsam mal fragen, wie die Namen der Anderen sind… Ich kam nicht dazu, zu fragen. Etwas packte mich im Nacken und ich verlor den Halt unter den Füßen. Der riesige Drache hatte sich mir langsam genähert und zugepackt, ohne dass ich darauf geachtet hatte. Nun hing ich in der Luft und strampelte verzweifelt. Er drehte mich so, dass wir uns ins Gesicht sahen, sein Gesicht formte sich zu einem spöttischen Grinsen und seine eisblauen Augen durchbohrten mich förmlich.. „Das sieht Tira mal wieder ähnlich… Du bist ein Schakri, richtig?“ Jetzt bloß nicht panisch werden… „Ja… Sir.“ „Das wird ihrem Vater zwar nicht gefallen. Aber dennoch…“ Er setzte mich langsam wieder auf den Boden. „Willkommen im Welunjonali-Stamm. Machs dir ruhig hier gemütlich, solange es nichts zu tun gibt.“ Dann legte er sich wieder hin und schloss die Augen. Ihr Vater…? „Ähm.. moment. Darf ich fragen wer ihr Vater ist?“ Der schwarze Drache erhob das Wort. „Was? Das weißt du noch nicht? Rimem di Welunjonali, er ist der Häuptling dieses Stammes.“ Na großartig! Ist das jetzt gut oder schlecht?

die_sagen_von_zezhuanthia/kapitel_10.txt · Last modified: 2013/08/25 19:54 by indigoryu