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cea_und_josephe

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cea_und_josephe [2015/07/13 05:10]
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cea_und_josephe [2015/07/13 10:41] (current)
Lady Kiyomizu
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-Leer+**Céa und Josephe** 
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 +„Aufwachen Céa, meine Süße! Wir müssen uns fertig machen.“ Céa öffnete ein Auge und hätte es am liebsten gleich wieder geschlossen,​ so müde war sie. Aber Josephe kitzelte sie an den Nüstern und so konnte sie unmöglich wieder einschlafen. „Céa, wir müssen. Du musst noch essen und wir müssen dich noch für den Überflug fertig machen. Komm steh jetzt auf!“  
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 +Céa seufzte und stand auf. Wie taten ihr alle Glieder weh von dem Schleppen gestern. Den Dockarbeitern war es egal gewesen, wer das Holz herbeigeschafft hat, Hauptsache es war immer welches da. Und leider waren sie und Josephe zur falschen Zeit am Hafen gewesen und mehr oder weniger zwangsverpflichtet geworden, das Holz vom Waldrand herbeizufliegen. Dabei hätte Céa erwartet, dass die Vorbereitungen schon längst abgeschlossen wären, aber nein, stattdessen mussten unbedingt noch ein paar Transporter verstärkt und fertiggestellt werden. ​  
 + 
 +Sie persönlich fand den Plan des Kaisers brillant, wenn sie ihn nicht hätte ausführen müssen. Zwar verstand sie, dass die Mittelgewichte die Transporter tragen müssen, aber sie hätte viel lieber die Verteidigerposition übernommen. Die rohen Hölzer schleppen war ja schon nicht angenehm gewesen, aber dieses riesige Schiff schleppen, selbst zu viert, musste noch sehr viel unangenehmer sein.  
 + 
 +Nicht alle Drachen hatten Probeflüge damit veranstaltet,​ sie auch nicht, worüber sie auch eigentlich nicht unglücklich war. Josephe schon. Er hatte versucht, für sie beide einen Übungsflug zu ergattern, war aber abgelehnt worden. Josephe machte sich immer so viele Sorgen um sie, aber er passte auch immer gut auf sie auf.  
 + 
 +„Céa beeile dich! Oder willst du nur noch ein Schwein haben? Die Schwergewichte haben schon gegessen.“ „Reservier mir bitte eine Kuh“, rief Céa ihrem Kapitän zu. „Schätzchen,​ ich weiß nicht, ob das die anderen Drachen so toll finden werden. Es sind eigentlich zu viele hier und das Frischfleisch ist sowieso nicht ausreichend. Die anderen Pêcheurs wollen auch lieber Kühe als Schweine haben. Weißt du, deswegen sind wir so früh aufgestanden. Damit du noch eine kräftige Mahlzeit kriegst, bevor wir über den Kanal fliegen.“ „Ehrlich gesagt, hätte ich lieber ein Schwein gefressen und dafür länger geschlafen“,​ murmelte der Drache. „Das habe ich gehört, Céa. Aber das will ich nicht. Mein Mädchen muss doch schwer tragen und das kann man nicht mit leerem Magen. Komm jetzt!“, rief Josephe ungeduldig.  
 + 
 +Er hatte Recht gehabt. Die meisten Kühe waren schon weg, als sie den Pferch erreichten. Während Céa ihre Kuh verspeiste, ging Josephe zu den anderen Senioroffizieren frühstücken. Manchmal brachte er ihr Kaffe mit, den mochte sie so gern. „Aber nur noch dieses Mal“, sagte er dabei immer und trotzdem brachte er ihr immer wieder etwas mit.  
 + 
 +Auf einmal wurde sie von einem Schubs in die Seite so sehr aus dem Gleichgewicht gebracht, dass ihr die Kuh aus den Klauen fiel. „Hoppla, Océanne, ich habe dich gar nicht gesehen. Wie geht es denn so?“ Die Frage kam von Primus, dem Großen. Groß hieß er eigentlich nur, weil er für einen Pêcheur enorm groß war und fast schon an das Gewicht der Defendeurs heranreichte. Aber nach diesem Kriterium hätte man sie Océanne die Kleine nennen müssen und das war freilich nichts, was sie sich gewünscht hätte. „Das stimmt überhaupt nicht, Primus. Du kannst mich nicht übersehen haben. Selbst im Hocken wie jetzt reiche ich dir noch bis zur Brust. Und außerdem ist mir meine Kuh runtergefallen.“ „Hey, das war doch nur Spaß. Natürlich kann man einen so hübschen Drachen nicht übersehen. Ich wollte nur fragen, wie es dir so geht, jetzt. Ob du Angst hast oder so.“ „Meine Kuh ist schmutzig. Ich muss sie jetzt waschen. Ich mag keine Erde an meiner Kuh. Primus, das war nicht nett. Und natürlich habe ich keine Angst, ich würde nur lieber auf dem Boden bleiben.“ „Soso. Bevorzugst wohl eher den Frieden, mmh? Aber ich werde dich schon beschützen. Ist schließlich meine Aufgabe, die Transporter und ihre Träger sicher auf die andere Seite zu geleiten. Komm mit, ich mach dir deine Kuh sauber.“ Das Angebot nahm Céa gerne an. 
 + 
 +Vom Fluss aus konnte man das Meer sehen und die vielen englischen Schiffe, die im Kanal schwammen. Vor den Schiffen hatte sie keine Angst, mehr vor den Drachen. Die waren zäh. Vor einigen Tagen war einer der kleinen violetten Kuriere über den Stützpunkt geschossen und hatte die Transporter erspäht. Er war zwar schnell, wurde aber schwer verletzt, als mehrere größere Drachen sich an seine Verfolgung gemacht hatten. Bei solchen Wunden wäre sie schon längst zu Boden gegangen.  
 + 
 +Josephe hatte ihr erzählt, dass die beiden englischen Säurespucker nach Spanien geflogen waren und das diese beiden ihnen keine Scherereien machen würden, aber Céa bezweifelte immer noch, dass es ein einfaches Unterfangen werden würde. Wie Primus ihr gesagt hatte, sie mochte den Frieden lieber. Auch, wenn es seit 25 Jahren praktisch keinen Frieden mehr gegeben hatte. Trotzdem war sie nie ernsthaft verletzt worden, nicht in der Revolution, nicht im Krieg gegen Italien und nicht gegen Österreich. Sie hatte sogar zwei Eier gelegt und beide hatten prächtige Kapitäne bekommen. Aber richtig glücklich war sie nicht. Vielleicht war nach dieser Aktion alles vorbei und sie und Josephe durften den Rest ihres Lebens auf diesem Stützpunkt verbringen, ohne weit mehr als Patrouillenflüge machen zu müssen. Josephe würde das auch gefallen. Er bekäme dann seinen eigenen riesigen Garten mit ganz vielen Obstbäumen und sie könnte ihm dann beim Bewirtschaften helfen.  
 + 
 +Aber diese Träume waren illusorisch. Sie hatte einmal einer Rede des Kaisers beigewohnt und er hatte überhaupt nicht den Eindruck gemacht, als sei er jemals zufriedenzustellen. Vermutlich würde sie noch gegen Spanien und Preußen und Russland und die Türkei kämpfen müssen, bis sie endlich entlassen würde. Im Krieg konnte so vieles passieren. Der kleine Michèle war von einer Schiffskanone beinahe zerrissen worden und fiel mit seiner gesamten Mannschaft ins Meer. Und Inculpatus konnte mehrere Wochen lang nicht fliegen, weil ein feindlicher Drache ihm das Flügelgelenk verletzt hatte. Ganz zu schweigen von den vielen schmerzhaften Musketenkugeln,​ die nach dem Kampf alle wieder herausgepult werden mussten. 
 + 
 +„Océanne,​ komm! Deine Träume helfen dir jetzt nicht weiter, du musst den Transporter sowieso tragen. Sei wenigstens rechtzeitig da zum Anschirren, du weißt ja wie wütend der Korporal werden kann, wenn's zu lange dauert.“ Primus hatte sie aus ihren Träumen gerissen. „Vielleicht ist das auch gut so“, dachte Océanne, „Wer nicht bei der Sache ist, verletzt sich leichter“. 
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 +Im Lager wartete Josephe schon auf sie. Primus hatte sich schon kurz vorher verabschiedet und war zu seinem eigenen Kapitän geflogen. „Meine Süße, es kann los gehen! Legen wir das Kampfgeschirr an!“ Und schon waren fast alle negativen Gedanken verflogen. Eine Geschäftigkeit breitete sich über das ganze Lager aus, Wind von Flügeln fegte über die Menschen am Boden und die Drachen gleichermaßen,​ Metall klirrte und Kommandos hallten durch die Luft. Noch nicht einmal eine halbe Stunde später waren Océanne und etwa 80 weitere Drachen fertig angeschirrt in schwerer Montur, bereit, die Invasion zu beginnen.  
 + 
 +Die Hälfte der Drachen sollte die hölzernen Transporter,​ in denen die Soldaten untergebracht waren, tragen, die andere Hälfte sollte verteidigen. Der Kommandant des Stützpunktes hatte gesagt, dass die englischen Drachen zahlenmäßig weit unterlegen wären und dass es ein Kinderspiel werden würde.  
 +Sie waren schon im Vorfeld Transportern zugeteilt worden, jetzt ging alles dadurch wesentlich schneller. „Kapitän Josephe Mireaux auf Océanne, Träger links vorne“, meldete sich Josephe beim koordinierenden Offizier an. Dieser gab den Soldaten am Luftschiff ein Zeichen und schon reichten sie dem Drachen die schweren Ketten, die den Transporter an ihm befestigten. So fiel der Transporter nicht gleich in die Tiefe, wenn den Drachen der Trageholm einmal aus den Klauen gleiten sollte.  
 + 
 +„Jetzt haben wir den Salat, Josephe. Wir sind so früh aufgestanden und müssen jetzt doch warten“, beschwerte Céa sich. „Ja, wir sind schon rechtzeitig aufgestanden. Aber einige andere wohl nicht. Tut mir leid, Süße, aber da kann ich nichts dran ändern. Sollen wir was spielen?​“. „Nein, ist nicht nötig“, antwortete sie. Spielen würde ihr die Nervosität nicht nehmen. Schließlich war sie in ihrer Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt und verteidigen konnte sie sich auch nicht, falls einer der Angreifer die Verteidigungslinie durchstoßen sollte. Freilich würden die Engländer wissen, dass sie kommen. Erstens war da ja der Spion gewesen und zweitens hatten auch die Schiffe die erhöhte Betriebsamkeit bemerkt. Und dann hatte gestern Abend der Wind gedreht. Günstig für sie in Richtung England.  
 + 
 +Das Starten war schwierig. Alle vier Drachen mussten gleichzeitig abspringen und im Takt mit den Flügeln schlagen. Dazu schwenkten die Besatzungen Fahnen und gaben akustische Signale. „Das Schiff ist wirklich sehr schwer“, dachte Océanne, aber Josephe sagen, dass sie noch erschöpft von gestern war, wollte sie auch nicht. Bereits nach kurzer Zeit konnte man die englischen Drachen sehen. Sie waren ein erbärmlich kleiner Haufen. Kaum zwei richtige Formationen und viele Drachen waren nur Kuriere. Ihre eigene Streitmacht hingegen war da schon prächtiger anzusehen. Und plötzlich hatte sie auch gar nicht mehr so viel Angst. Die anderen würden sie schon beschützen und es gab so viele andere Transporter,​ warum sollte man ausgerechnet ihren angreifen. „Noch eine halbe Stunde, Céa. Dann wird es ernst. Denk daran, einfach weiterfliegen und nicht loslassen. Primus wird das schon schaukeln“,​ versuchte Josephe sie aufzumuntern und sie war nur zu gerne bereit das zu glauben. 
 + 
 +Die halbe Stunde war einerseits zu schnell und andererseits zu langsam vorbei. Auf der einen Seite waren die anderen Drachen jetzt so nah, dass sie mit dem Angriff beginnen konnten, auf der anderen Seite, waren ihre Beine und Flügel schwer und schwerer geworden und sie hätte die Strecke am liebsten schon hinter sich gehabt. Aber der schwierigste Teil kam ja erst noch. 
 + 
 +Die Streitmächte krachten aufeinander. Seltsamerweise hatten die Engländer doch noch eine Langflüglerformation ausfindig gemacht, aber es war noch ein junger Säurespucker. Natürlich lösten sich die Kampfverbände sofort auf und es wurde im Nahkampf gekämpft, logisch. Die größeren der englischen Drachen wurden von mehreren kleinen französischen gejagt und waren viel mehr mit Ausweichen beschäftigt,​ als mit Austeilen. Einigen Mannschaften gelang es, Bomben auf die Transporter zu werfen, aber sie rollten herunter. Ein bisschen stolz war Océanne schon auf ihre Armee und ihren Kaiser, der sich das alles ausgedacht hat.  
 + 
 +Ein paar der englischen Drachen waren bereits nach kurzer Zeit leicht verletzt, aber erstaunlicherweise mussten bereits mehrere ihrer eigenen Drachen nach Hause geflogen werden, weil sie so schwer verletzt worden waren. Ein junger schwarzer exotisch aussehender Drache hatte sie mit billigen Tricks in eine Falle gelockt und sehr unehrenhaft erledigt. Leider war der eine von ihnen Primus gewesen, der jetzt klagend und mit tiefen Schnittwunden Richtung Festland flog.  
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 +„Céa pass auf!“, schrie Josephe plötzlich. So versunken in den Anblick der Schlacht hatte sie überhaupt nicht wahrgenommen,​ dass der Kampf direkt neben ihrem Transporter stattgefunden hatte und dass die beiden anderen Pêcheurs sie verteidigt hatten. Jetzt waren nur noch zwei kleine Poux-de-Ciel da, die das mittelgroße gelbe Drachenweibchen in Schach hielten.  
 + 
 +Sie wollte den beiden noch zurufen, dass sie nicht so viele Lücken lassen sollten, da hieb der andere Drache auch schon mit den Klauen nach ihr. Heißes Blut floß an der Flanke herunter, aber schlimm war die Verletzung nicht, das gehörte dazu. Aufschreien musste Océanne trotzdem, es tat halt doch weh. Da die beiden kleinen beschäftigt waren, drehte sich der Schwarze zu ihr um und nahm sie ins Visier. Sie arbeiteten also doch im Team. „Wieso ich?“, fragte sich Océanne, aber sie wusste warum. Sie war erschöpft und ihre Gruppe flog etwas weiter abseits von den anderen. Wenn sie der große Schwarze gewesen wäre, hätte sie sich auch diesen Transporter ausgesucht.  
 + 
 +Der Schwarze kam auf sie zu und zerriss mit seinem Angriff das Kettengeflecht,​ dass sie eigentlich schützen sollte. Es knallte laut und Blut schoss hervor und jetzt ließ sie den Holm los um den schwarzen Drachen abzuwehren. Der Schmerz war stark und pulsieren und es war ein ekliges Gefühl zu wissen, dass es das eigene Blut war, dass einem die Seite hinunter lief. Céa hörte die Kommandos auf ihrem Rücken nicht mehr, sie sah kurzfristig verschwommen,​ aber sie wusste, dass Josephe alles für sie tun würde, dass sie hier heil herauskamen. Ihr Hieb ging ins Leere, der andere konnte gut fliegen. Gleichzeitig geriet der Transporte in eine leichte Schieflage, das konnte sie spüren, an den Ketten, sie hatte ja den Holm losgelassen. „Sicher bekommen die armen Teufel in dem Ding jetzt mächtig Angst“ dachte sie, aber noch mehr dachte sie an ihr eigenes Wohl. Sie war sich sicher, Josephe würde die Ketten lösen, falls sie es nicht schaffen würde, auch, wenn das für sie beide eine schwere Strafe zur Folge haben würde.  
 + 
 +Beide Mannschaften schossen aufeinander. Einige auf dem anderen Drachen fielen in die Tiefe, von ihrer eigenen Mannschaft auch. Und der Schwarze machte keine Anstalten zu verschwinden. Im Gegenteil, jetzt sprangen einige Flieger über und enterten sie. Entern! Sie war in ihren Kämpfen zwar schon mehrmals geentert worden, aber Angst hatte sie immer gehabt. Nicht um sich, aber um Josephe. Sie hätte es nicht überlebt, wenn man ihm etwas angetan hätte dabei. Die Schritte der feindlichen Soldaten waren deutlich auf ihrem Rücken zu spüren und sie arbeiteten sich nach vorne. 
 +Plötzlich geschah etwas, was ihre Aufmerksamkeit von dem Enterkommando ablenkte, der Langflügler hatte seine Säure einem französischen Drachen ins Gesicht gesprüht und dieser schrie furchtbar. Er fuhr sich mit den Klauen übers Gesicht und man sah ihm seine Qualen an. Céa und der schwarze Drache zuckten mitleidig zusammen. Das schmerzerfüllte Kreischen verstummte augenblicklich,​ als der Kapitän seinen Drachen erschoss. Beide stürzten in die Tiefe, aber das war besser, als von der Säure zerfressen zu werden. 
 + 
 +Der Kampf auf ihrem Rücken wogte noch immer. Josephe rief ihr zwar immer zu, dass er wohlauf sei, aber das beruhigte sie nicht, sie konnte ja die Schritte der Enterer spüren, wie sie immer näher in Richtung Halsansatz wanderten. Die Ketten wurden gelockert und obwohl bereits zwei neue Verteidiger zu ihrer Rettung eilten, schaffte der Schwarze es, ihr noch einen besonders tiefen Hieb zu verpassen. Jetzt hätte Céa endgültig aufgegeben, wenn da nicht ihre Angst um Josephe gewesen wäre. Sie drehte den Kopf nach hinten und kreischte auf. Ein englische Offizier hielt ihrem Kapitän die Pistole an den Kopf! Die anderen lösten die Ketten. Das Gewicht des Transporters fiel von ihr ab, die verbliebenen Träger rangen mit dem Gewicht, aber darum konnte sie sich jetzt keine Sorgen machen, die hatten ihren Kapitän! Der Offizier bedeutete ihr in Richtung England zu fliegen und sie tat es, wenn sie so Josephe retten könnte, war ihr alles lieb.  
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 +Alle paar Sekunden drehte Céa den Kopf nach hinten, um sich zu vergewissern,​ dass es Josephe noch gut ging und ob er noch lebte. Zuerst holprig, dann immer flüssiger flog sie über den Kanal. Vielleicht konnten sie in England in Frieden leben. Aber sie bezweifelte es. Man würde sie sicherlich trennen. Josephe käme in ein Gefängnis und sie in ein Zuchtgehege und wenn sie nicht kooperierte,​ würde man ihn töten. Aber es bestand zumindest die Hoffnung, dass sie irgendwann wieder zusammen sein könnten.  
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 +Noch einmal wandte Céa den Kopf zur Schlacht um. Der Schwarze wurde nun von einer Formation begleitet und flog auf die Transporter zu. Dort, wo einst Transporter Nummer fünf gewesen war, fielen nur noch Splitter ins Meer. Die anderen Transporter waren am Umkehren. Sie hatte also für nichts verloren. Die einzigen beiden gelandeten Transporter waren ein schwacher Trost für so viele gestorbene und verletzte Drachen und den Verlust ihres Kapitäns. Wer hätte auch ahnen können, dass die zahlenmäßig unterlegenen Engländer mithilfe dieses zerstörerischen schwarzen Drachen, sie besiegen würden? Keiner. Nicht einmal der Kaiser. Und noch einmal dachte Océanne daran, dass sie heute viel lieber auf dem Boden geblieben wäre, Kaffee getrunken hätte und mit Primus gescherzt hätte. Stattdessen,​ war alles so gekommen. ​
cea_und_josephe.txt · Last modified: 2015/07/13 10:41 by Lady Kiyomizu